
Bambu Lab Auswahlleitfaden
Das Sortiment Bambu Lab hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. In diesem Kaufratgeber von Elektronica Voor Jou vergleichen wir acht Modelle aus vier Serien. Jedes Modell unterscheidet sich in Bauvolumen, Materialauswahl und Zielgruppe. Daher ist die beste Wahl nicht für jeden gleich.
Egal, ob Sie Ihren ersten 3D-Drucker kaufen, aufrüsten möchten oder ein Gerät für technische Anwendungen suchen, sollten Sie immer zuerst drei Dinge beachten: Wie groß sollen die Drucke sein? Welche Materialien möchten Sie verwenden? Und möchten Sie später mit mehreren Farben oder Materialien arbeiten?
In diesem Kaufratgeber erfahren Sie, welche Stärken die einzelnen Modelle haben, für wen sie geeignet sind und wann Sie besser einen anderen Bambu Lab-Drucker wählen sollten. Wir erklären außerdem die Funktion des automatischen Speichermanagementsystems (AMS), welches Filament Sie benötigen und welches Zubehör besonders nützlich ist.
| Ihre Situation | Beste Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Klein anfangen und erschwinglich bleiben | Bambu Lab A1 Mini | Kompakt, benutzerfreundlich und ideal für PLA-Projekte |
| Drucken Sie regelmäßig zu Hause. | Bambu A1 | Mehr Bauvolumen, ohne sofort auf einen geschlossenen Drucker umzuschalten |
| Drucken großer PLA- und PETG-Modelle | Bambu A2L | Besonders großes Bauvolumen in der barrierefreien A-Serie |
| ABS und ASA möchten ebenfalls drucken. | Bambu Lab P2S | Geschlossener Drucker, der die Wärme besser hält |
| Arbeiten Sie mit Unterstützungsmaterial oder zwei Materialien | Bambu Lab X2D | Zwei Düsen und aktive Raumheizung |
| Herstellung großer technischer Teile | Bambu Lab H2S | Großes Gebäudevolumen, 350 °C Heizleistung und aktive Raumheizung |
| Kombination von 3D-Druck, Laser und Schneiden | Bambu Lab H2D | Erweiterbares Produktionssystem mit Doppeldüse |
| Viele Farben oder Materialien effizient verarbeiten | Bambu Lab H2C | Vortek-System mit mehreren austauschbaren Hotends |
Sie schwanken zwischen zwei Modellen? Treffen Sie Ihre Wahl nicht allein aufgrund der Geschwindigkeit. Achten Sie besonders auf die Größe Ihrer Drucke, die Art des Filaments, das Sie verwenden möchten, und wie Sie mehrere Farben oder Materialien kombinieren möchten.
Das Bambu Lab-Ökosystem
Mit einem Bambu Lab -Drucker erwerben Sie mehr als nur ein Gerät. Bambu Studio ist die kostenlose Slicer-Software, mit der Sie Modelle vorbereiten und direkt an den Drucker senden können. Sie können unter anderem Schichtdicke, Geschwindigkeit, Stützstrukturen und Materialprofile festlegen. Die Software ist sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Anwender sehr benutzerfreundlich und bietet viele Freiheiten.
Mit der Bambu Handy App können Sie Druckvorgänge fernüberwachen, Benachrichtigungen erhalten und den Drucker steuern. Viele kostenlose 3D-Modelle finden Sie über MakerWorld. Öffnen Sie ein Modell in Bambu Studio, wählen Sie Ihren Drucker und Ihr Filament aus und senden Sie den Druckauftrag.
Dieses Ökosystem ist besonders nützlich, wenn Sie schnell loslegen möchten. Gleichzeitig ist es weiterhin möglich, eigene Modelle zu erstellen oder Modelle von anderen Plattformen zu verwenden.
Die Bambu Lab-Drucker erklärt
Bambu Lab A1 Mini: kompaktes Einsteigermodell
Der Bambu Lab A1 Mini ist der kleinste und günstigste Drucker in diesem Vergleich. Mit einem Bauraum von 180 × 180 × 180 mm passt er auf einen Schreibtisch, einen Arbeitstisch oder in ein Klassenzimmer. Der Drucker lässt sich schnell installieren und erfordert nur geringe technische Kenntnisse.
Der A1 Mini eignet sich gut für PLA, PLA Silk, PETG und TPU. Für flexibles TPU verwendet man üblicherweise den externen Spulenhalter. Mit dem AMS Lite können Sie in mehreren Farben drucken, sofern Sie systemkompatibles Filament verwenden.
Wählen Sie den A1 Mini, wenn Sie die Möglichkeiten des 3D-Drucks entdecken möchten, wenig Platz haben oder vorwiegend kleinere Modelle drucken wollen. Denken Sie an Organizer, Spielzeug, Dekorationen, kleine Gehäuse und Prototypen. Für größere Objekte oder die Verwendung von ABS und ASA ist ein anderes Modell besser geeignet.
Bambu Lab A1: das tägliche Arbeitstier
Der Bambu Lab A1 bietet ein Bauvolumen von 256 × 256 × 256 mm. Damit ist er geräumiger als der A1 Mini, ohne dabei komplizierter zu sein. Er ist benutzerfreundlich, arbeitet schnell und ist eine hervorragende Wahl für alle, die regelmäßig drucken möchten.
Der A1 eignet sich für PLA, PLA Silk, PETG und TPU. Auch hier wird flexibles TPU üblicherweise von einer externen Spule zugeführt. Mit dem AMS Lite sind mehrfarbige PLA- und PETG-Drucke möglich.
Wählen Sie den A1, wenn Sie mittelgroße Objekte erstellen, regelmäßig drucken und kein geschlossenes Gehäuse benötigen. Möchten Sie mit ABS, ASA oder anderen Materialien arbeiten, die eine warme, zugfreie Umgebung benötigen? Dann sehen Sie sich den P2S an.
Bambu Lab A2L: Großformat in der A-Serie
Der Bambu Lab A2L ist ideal für Bastler, die großformatige Modelle drucken möchten. Mit einem Bauraum von 330 × 320 × 325 mm lassen sich viele Modelle in einem Stück erstellen. Ob Cosplay-Teile, große Aufbewahrungslösungen, Dekorationen, maßstabsgetreue Modelle oder eine ganze Platte mit Kleinteilen – alles ist möglich.
Der Drucker verfügt über einen PMSM-Servo-Extruder mit geschlossenem Regelkreis und adaptiver Vibrationskompensation. Dies trägt zu einer gleichmäßigen Oberfläche auch bei höheren Geschwindigkeiten bei. In einer geeigneten AMS-Konfiguration unterstützt der A2L Mehrfarbendrucke mit bis zu 19 Farben.
Der A2L eignet sich hervorragend für PLA, PLA Silk und PETG. Durch den offenen Rahmen ist er weniger geeignet für ABS und ASA. Wählen Sie den A2L daher, wenn Ihnen die Größe besonders wichtig ist und Sie hauptsächlich mit leicht zugänglichen Materialien arbeiten. Wenn Sie auch technische Materialien in einer wärmeren Umgebung drucken möchten, ist der P2S oder ein höherwertiges Modell sinnvoller.
Lesen Sie auch: Bambu Lab A2L: Alles, was Sie über den neuen großen Bambu Lab 3D-Drucker wissen müssen.
Bambu Lab P2S: der geschlossene Allrounder
Der Bambu Lab P2S ist der Nachfolger des P1S und als vielseitiger, geschlossener 3D-Drucker konzipiert. Sein Bauraum misst 256 × 256 × 256 mm. Das geschlossene Gehäuse hält die Wärme um den Druck herum besser und schützt das Modell vor Zugluft und schnellen Temperaturschwankungen.
Der P2S ist „50 °C Kammertemperatur bereit“. Die Kammertemperatur steigt passiv durch das warme Druckbett und das geschlossene Gehäuse. Daher muss diese Raumtemperatur nicht manuell eingestellt werden. In der Praxis ist dies ein wichtiger Unterschied zu Druckern mit aktiver Kammerheizung, wie beispielsweise der X2D- und der H-Serie.
Der P2S eignet sich für PLA, PETG, ABS und ASA. Auch TPU lässt sich damit drucken, allerdings benötigt man für Standard-Flexibles-TPU einen externen Spulenhalter. Bei Materialien wie PA und PC ist eine sorgfältige Vorbereitung besonders wichtig: Das Filament muss gut getrocknet und das empfohlene Druckerprofil vorab geprüft werden.
Wählen Sie den P2S, wenn Sie einen schnellen Allrounder suchen, der mehr kann als nur PLA und PETG. Er eignet sich gut für Funktionsteile, Gehäuse und Projekte mit ABS oder ASA. Arbeiten Sie regelmäßig mit komplexen Stützmaterialien, zwei Materialien in einem Druck oder dickeren technischen Filamenten? Dann ist der X2D die bessere Wahl.
Bambu Lab X2D: Zwei Düsen, mehr Freiheit
Der Bambu Lab X2D verfügt über zwei Hotends. Das linke Hotend ist die Hauptdüse mit einem Direktantriebsextruder. Das rechte Hotend arbeitet mit einem separaten, zusätzlichen Extruder. Dadurch können Sie eine zweite Farbe, ein zweites Material oder Stützmaterial verwenden, ohne die Düse ständig reinigen zu müssen.
Dies ist besonders nützlich bei Modellen mit deutlichen Überhängen. Beispielsweise kann man das Modell mit einem einzigen Material drucken und nur die Stützstruktur mit einem leichter entfernbaren Material herstellen. Dadurch sieht die Kontaktfläche unter der Stützstruktur optisch ansprechender aus.
Die X2D erreicht eine Düsentemperatur von bis zu 300 °C und eine Heizkammertemperatur von bis zu 65 °C. Dadurch eignet sie sich unter anderem für PLA, PETG, ABS, ASA und viele Nylon-Anwendungen. Mit einer geeigneten AMS-Konfiguration unterstützt die X2D bis zu 25 Farben.
Wählen Sie die X2D, wenn Sie häufig komplexe Modelle drucken, Wert auf saubere Stützstrukturen legen oder mehrere Materialien in einem Projekt verwenden möchten. Benötigen Sie keine zweite Düse und möchten Sie hauptsächlich zuverlässig PLA, PETG, ABS und ASA drucken? Dann ist die P2S oft die bessere und wirtschaftlichere Wahl.
Lesen Sie auch: Bambu Lab P2S Combo versus X2D Combo: der vollständige Unterschied.
Bambu Lab H2S: groß, technisch und erweiterbar
Der Bambu Lab H2S ist für große, technische Projekte konzipiert. Sein Bauraum misst 340 × 320 × 340 mm. Der Drucker verfügt über ein 350 °C heißes Hotend und eine aktiv beheizte Kammer mit bis zu 65 °C. Dadurch können Sie eine breite Palette technischer Filamente verarbeiten, vorausgesetzt, Sie verwenden die richtige Düse, die passenden Trocknungsbedingungen und Materialeinstellungen.
Der H2S eignet sich besonders für große Gehäuse, Funktionsteile, Produktionshilfsmittel, Prototypen und Kleinserien. Er ist auch in Versionen mit erweiterten Funktionen, darunter einer Laserlösung, erhältlich. Somit ist er nicht nur ein großer 3D-Drucker, sondern eine Plattform, die mit Ihren Anwendungen mitwachsen kann.
Wählen Sie den H2S, wenn Sie große Teile drucken und regelmäßig mit Materialien wie ABS, ASA, PA oder PC arbeiten möchten. Wollen Sie außerdem standardmäßig mit zwei Düsen drucken oder im selben System lasergravieren und schneiden? Dann sehen Sie sich den H2D an.
Lesen Sie auch: Bambu Lab H2D vs H2S: Welches Personal Manufacturing Hub passt zu Ihnen?
Bambu Lab H2D: Drucken, Gravieren und Schneiden
Das Bambu Lab H2D kombiniert 3D-Druck mit erweiterbaren Modulen für Lasergravur, Laserschneiden, digitales Schneiden und Zeichnen. Dadurch ist es interessant für Bastler, Schulen, Designabteilungen und kleine Produktionsbetriebe, die mehr als nur 3D-Druck anbieten möchten.
Der H2D verfügt über zwei Düsen, eine Hot-End-Temperatur von bis zu 350 °C und eine aktive Kammerheizung von bis zu 65 °C. Das maximale Bauvolumen ist abhängig vom gewählten Druckmodus. Mit einer Düse beträgt es 325 × 320 × 325 mm, mit zwei Düsen 300 × 320 × 320 mm. Bei Verwendung desselben Filaments auf beiden Düsen kann die gesamte Druckfläche bis zu 350 × 320 × 320 mm erreichen.
Wählen Sie das H2D, wenn Sie ein vielseitiges Fertigungssystem suchen. Es ist weniger sinnvoll, wenn Sie ausschließlich große technische 3D-Drucke erstellen möchten und keine zweite Düse oder Module für Laserschneiden benötigen. In diesem Fall ist das H2S oft die zweckorientiertere Wahl.
Bambu Lab H2C: für effizientes Multimaterialdrucken
Der Bambu Lab H2C ist die fortschrittlichste Option in diesem Auswahlleitfaden. Er wurde für Workflows mit mehreren Materialien und Farben entwickelt, bei denen Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und geringe Abfallmenge entscheidend sind. Das System nutzt die Vortek-Technologie auf der rechten Seite des Druckers.
Das H2C kann automatisch zwischen bis zu sechs Vortek-Induktions-Hotends in der richtigen Position umschalten. Zusammen mit dem linken Hotend können Sie somit mit bis zu sieben Hotends im selben System arbeiten. Dies ermöglicht einen effizienten Wechsel zwischen Farben, Düsendurchmessern und Materialien.
Das gesamte Bauvolumen bei Verwendung von zwei Düsen beträgt 330 × 320 × 320 mm. Vortek reduziert den Filamentverlust beim Düsenwechsel deutlich, schließt ihn aber nicht vollständig aus. Je nach Modell und Einstellungen kann ein Primerturm oder eine andere Form der Filamentvorbereitung weiterhin erforderlich sein.
Für anspruchsvolle Workflows mit mehreren Materialien, Mehrfarbenproduktion, Druckfarmen und den professionellen Einsatz empfiehlt sich der H2C. Für die meisten Hobbyanwender ist ein A1, A2L, P2S oder X2D die sinnvollere Investition.
Offener oder geschlossener 3D-Drucker?
Die Wahl zwischen einem offenen und einem geschlossenen Drucker ist wichtiger, als viele denken. Offene Drucker wie der A1 Mini, A1 und A2L sind leicht zugänglich und ideal für PLA, PETG und TPU. Sie eignen sich hervorragend für die meisten Hobbyprojekte und alltägliche Druckaufträge.
ABS und ASA reagieren empfindlicher auf Zugluft und Temperaturschwankungen. Daher eignen sich diese Materialien besser für den Einsatz in einem geschlossenen Drucker. Der P2S verfügt über ein geschlossenes Gehäuse, das die Wärme gut speichert. Die Serien X2D und H gehen mit aktiver Kammerheizung noch einen Schritt weiter.
Wählen Sie einen geschlossenen Drucker, wenn Sie regelmäßig ABS oder ASA drucken möchten. Entscheiden Sie sich für einen Drucker mit aktiver Kammerheizung, wenn Sie häufiger mit technischen Materialien wie Nylon oder PC arbeiten und mehr Kontrolle benötigen.
Was macht ein AMS?
AMS steht für Automatisches Materialsystem. Das System wechselt automatisch zwischen den Filamentrollen. Dadurch können Sie in mehreren Farben drucken, ein zweites Material verwenden oder eine Ersatzrolle für die automatische Zufuhr vorbereiten.
Nicht alle AMS-Systeme funktionieren gleich. Das Standard-AMS, AMS Lite und AMS 2 Pro verarbeiten jeweils maximal vier Rollen gleichzeitig. Das AMS Lite ist offen und legt innerhalb der A-Serie besonderen Wert auf Benutzerfreundlichkeit. Daher verfügt es nicht über weniger Steckplätze als andere AMS-Systeme, bietet aber weder ein geschlossenes Aufbewahrungssystem noch eine Trocknungsfunktion.
Der AMS 2 Pro ist geschlossen und verfügt über eine Trocknungsfunktion. Er unterstützt eine Vielzahl von Filamenten, darunter PLA, PETG, ABS, ASA, PA und PC, sofern Filament und Druckerkonfiguration Ihren Anforderungen entsprechen. Der AMS HT ist primär für das Trocknen und die Handhabung von Materialien vorgesehen, die höhere Trocknungstemperaturen erfordern.
Achten Sie besonders auf TPU. Normales flexibles TPU ist nicht mit der automatischen Zuführung des Standard-AMS, AMS Lite oder AMS 2 Pro kompatibel. Sie drucken es üblicherweise von einem externen Spulenhalter. Bambu Lab bietet zwar TPU für AMS an, prüfen Sie aber immer, ob die jeweilige TPU-Variante mit Ihrem Drucker und Ihrer AMS-Konfiguration kompatibel ist. Der AMS HT kann als Trockenbox für Standard-TPU dienen, führt das Filament aber nicht automatisch zu.
Ein AMS ist nicht zwingend erforderlich. Wenn Sie fast immer nur in einer Farbe drucken, kommen Sie problemlos ohne aus. Planen Sie ein späteres Upgrade? Dann bedenken Sie, dass ein Kombipaket oft günstiger ist als der separate Kauf von Drucker und AMS.
Welches Filament verwenden Sie?
PLA
PLA ist das einfachste Filament für Einsteiger. Es lässt sich bei relativ niedrigen Temperaturen verarbeiten, verzieht sich kaum und ist mit allen in diesem Leitfaden aufgeführten Druckern kompatibel. PLA eignet sich für Dekorationen, Prototypen, Organizer, Spielzeug und viele Gehäuse.
Bambu Lab Basic PLA ist eine naheliegende Standardwahl. PLA Silk liefert ein glänzenderes Ergebnis. Polymaker bietet zudem viele Farben und Materialien, die gut mit Bambu Studio-Profilen harmonieren.
PETG
PETG ist fester und beständiger gegen Feuchtigkeit und Hitze als PLA. Daher eignet es sich für Funktionsteile, Haken, Clips, Gehäuse und Teile, die höheren Belastungen standhalten müssen.
PETG eignet sich gut für offene und geschlossene Bambu Lab-Drucker. Lagern Sie es trocken, da Feuchtigkeit die Oberfläche und die Haftung der Schichten beeinträchtigen kann.
ABS und ASA
ABS ist robust, hitzebeständig und lässt sich leicht schleifen oder kleben. ASA ähnelt ABS, ist aber UV-beständiger. Daher eignet sich ASA besser für den Außenbereich.
Für ABS und ASA benötigen Sie einen geschlossenen Drucker. Die Serien P2S, X2D und H eignen sich hierfür besser als die offene Serie A. Bei großen oder technischen ABS- und ASA-Modellen profitieren Sie besonders von einer aktiven Kammerheizung.
TPU
TPU ist ein flexibles Filament, das unter anderem für Gehäuse, Stoßdämpfer, Füße, Reifen und weiche Teile verwendet wird. Es druckt langsamer als PLA und erfordert mitunter etwas mehr Aufmerksamkeit bei der ersten Schicht.
TPU lässt sich auf vielen Bambu Lab-Druckern verarbeiten, wird aber üblicherweise manuell von einem externen Spulenhalter zugeführt. Verwenden Sie daher nicht automatisch die Standard-AMS-, AMS Lite- oder AMS 2 Pro-Spulen für normales TPU. Prüfen Sie immer die Kompatibilität Ihres Druckers mit einem speziellen TPU für AMS.
Kohlenstoffgefüllter Filament
Kohlenstoffgefüllte Materialien wie PLA-CF, PETG-CF und PA-CF sind formstabil und daher in technischen Anwendungen beliebt. Sie sind abrasiv. Aus diesem Grund benötigen Sie eine gehärtete Düse. Eine Standarddüse verschleißt schneller und kann zu ungenaueren Druckergebnissen führen.
Für PA-CF, PC-CF und ähnliche anspruchsvolle Materialien ist ein Drucker mit geschlossenem Gehäuse oder aktiver Kammerheizung oft die bessere Wahl. Trocknen Sie das Filament gut und wählen Sie eine geeignete Düse und ein passendes Materialprofil.
Praktische Accessoires
Eine zusätzliche Bauplatte ist eine praktische Erweiterung. So können Sie schneller zwischen verschiedenen Materialien wechseln und die Platte abkühlen lassen, während Sie den nächsten Druck starten. Wählen Sie die Platte passend zum Filament und dem Bambu Studio-Profil. Bei PETG, ABS, ASA, PA und PC ist es wichtig, die empfohlene Platte und die Klebeschicht gemäß dem Materialprofil zu verwenden.
Eine gehärtete Düse ist empfehlenswert, wenn Sie kohlenstoff- oder glasfaserverstärkte Filamente verwenden möchten. Drucken Sie hauptsächlich PLA und PETG? Dann ist die Standarddüse oft ausreichend.
Ein Filamenttrockner ist hilfreich, wenn Sie viel PETG, TPU, PA, PC oder kohlenstoffgefüllte Materialien drucken. Trockenes Filament sorgt in der Regel für eine schönere Oberfläche, weniger Fadenbildung und eine zuverlässigere Schichthaftung. Ein kleines Wartungsset ist ebenfalls nützlich. Denken Sie an Ersatzdüsen, eine Reinigungsnadel, PTFE-Schläuche und Schmierfett für die Achsen.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Bambu Lab-Drucker eignet sich am besten für Einsteiger?
Der A1 Mini ist das günstigste Modell. Er ist kompakt, preiswert und sofort einsatzbereit. Der A1 ist eine gute Alternative, wenn Sie mehr Bauraum benötigen, aber noch keinen geschlossenen Drucker brauchen.
Worin besteht der Unterschied zwischen A2L und P2S?
Der A2L bietet mit 330 × 320 × 325 mm ein größeres Bauvolumen und eignet sich ideal für große PLA- und PETG-Drucke. Der P2S hingegen verfügt über ein kleineres Bauvolumen von 256 × 256 × 256 mm, ist aber geschlossen. Daher ist er besser für ABS und ASA geeignet. Wählen Sie den A2L aufgrund seiner Größe und den P2S aufgrund seiner Materialfreiheit.
Ist ein Bambu Lab-Drucker für ABS und ASA geeignet?
Ja, aber wählen Sie keinen offenen Drucker der A-Serie, wenn Sie regelmäßig ABS und ASA verwenden möchten. Der P2S hat ein geschlossenes Gehäuse. Die Modelle X2D und H-Serie kombinieren dies mit einer aktiven Kammerheizung, was insbesondere bei technischen und größeren Drucken von Vorteil ist.
Kann ich Kohlenstofffilament auf einem Bambu Lab-Drucker drucken?
Ja, vorausgesetzt, Sie verwenden eine gehärtete Düse. Für Materialien wie PA-CF und PC-CF sind außerdem ein geeigneter, geschlossener Drucker, trockenes Filament und ein gutes Materialprofil wichtig. Die X2D- und H-Serien bieten hierfür mehr Möglichkeiten als die offene A-Serie.
Benötige ich sofort ein AMS?
Nein. Wenn Sie einfarbig drucken, benötigen Sie kein AMS. Bei mehrfarbigem Druck, einem zweiten Material oder automatischer Materialzufuhr ist das AMS jedoch eine sinnvolle Ergänzung. Bitte beachten Sie, dass standardmäßiges flexibles TPU nicht über das Standard-AMS, AMS Lite oder AMS 2 Pro zugeführt werden kann.
Welcher Bambu Lab-Drucker eignet sich am besten für große Ausdrucke?
Für große PLA- und PETG-Projekte ist die A2L mit 330 × 320 × 325 mm eine gute Wahl. Für große technische Drucke ist die H2S mit 340 × 320 × 340 mm interessanter. Wenn Sie mit zwei Düsen und demselben Material eine größere Gesamtfläche nutzen möchten, sollten Sie auch die H2D in Betracht ziehen.
Unsere Beratung basiert auf praktischer Erfahrung
Für Einsteiger in die Welt der 3D-Drucker sind der A1 Mini und der A1 meist die sicherste Wahl. Sie sind leicht zugänglich, liefern schnell saubere Ergebnisse und eignen sich gut für PLA und PETG. Wer vor allem größere, kreative Projekte realisieren möchte, für den ist der A2L der logische nächste Schritt. Er bietet ein deutlich größeres Bauvolumen, ohne dass man gleich zu einem technisch anspruchsvollen, geschlossenen Drucker greifen muss.
Für den Druck funktionaler Teile mit ABS oder ASA ist der P2S oft die beste Allround-Wahl. Dank des geschlossenen Gehäuses ist er vielseitiger einsetzbar als die A-Serie. Der X2D ist besonders interessant, wenn man von zwei Düsen, Stützmaterial oder einer aktiv beheizten Kammer profitiert.
Der H2S eignet sich hervorragend für großformatige technische Zeichnungen und den professionellen Einsatz. Benötigen Sie zusätzlich Lasergravur, Laserschneiden, digitales Schneiden oder Zeichnen in einem einzigen System? Dann ist der H2D die umfassendere Wahl. Der H2C ist primär für Anwender konzipiert, die die Produktion von Mehrfarben- und Mehrmaterialprodukten möglichst effizient organisieren möchten.
Sie sind sich noch nicht sicher, welches Modell am besten zu Ihren Plänen passt? Kontaktieren Sie unser Team. Teilen Sie uns mit, was Sie herstellen möchten, welches Material Sie verwenden möchten und wie groß Ihre Drucke sein sollen. Wir helfen Ihnen dann, die richtige Wahl für Ihre langfristigen Bedürfnisse zu treffen.














