Bambu Lab H3C: Was kann der neue 3D-Drucker?
Aktualisiert am 03/11/20263D-Drucker

Bambu Lab H3C: Was kann der neue 3D-Drucker?

Die Bambu Lab H3C Combo ist ein geschlossener 3D-Drucker. Sie können damit Farben und Materialien in einem Druck kombinieren. Der Drucker nutzt neun wechselbare PrintTools und wird mit der AMS 3H geliefert. Diese bietet Platz für neun Filamentrollen und zwei Trockenplätze. Der H3C eignet sich für Maker, Unternehmen und Produktentwickler, die komplexe Teile herstellen.

Der Unterschied zu einem herkömmlichen Multimaterialdrucker liegt beim Wechsel: Jedes PrintTool hat einen eigenen Filamentweg und eine eigene Heizung. Der Drucker muss beim Wechsel nicht erst das gesamte Material aus der Düse entfernen. Das kann Zeit und Spülabfall sparen. Die tatsächliche Ersparnis hängt vom Modell, den Materialien und den Einstellungen ab.

Die aktuellen Informationen zur H3C Combo nennen Preis, Lieferumfang und Verfügbarkeit. In diesem Artikel erklären wir Swaptek und die AMS 3H. Außerdem helfen wir Ihnen bei der Wahl von Material und Drucker.

Wie funktioniert der Wechsel der PrintTools?

Der H3C verwendet das Swaptek-System. Jedes PrintTool hat einen eigenen Filamentweg und eine eigene Heizung. Während ein Tool druckt, kann das nächste bereits aufheizen. Laut Bambu Lab kann ein Materialwechsel unter optimalen Testbedingungen etwa sechs Sekunden dauern. Die Dauer hängt unter anderem von Material, Temperatur und Einstellungen ab. Lesen Sie auch die Swaptek-Erklärung von Bambu Lab.

Die Combo enthält acht 0,4-mm-PrintTools für 1,75-mm-Filament und ein 0,4-mm-PrintTool für 2,85-mm-Filament. Letzteres unterstützt unter anderem weiches TPU 75A. Andere Düsendurchmesser sind separat erhältlich. Achten Sie bei der Bestellung auf den Filamentdurchmesser und das passende PrintTool.

Das System ist interessant, wenn ein Objekt häufig zwischen Materialien wechselt. Denken Sie an ein Gehäuse mit festen und flexiblen Teilen oder an ein Modell mit löslichem Stützmaterial. Zeit- und Materialersparnis variieren je nach Design. Auch mit mehreren Tools bleiben passende Einstellungen nötig. Manchmal müssen Sie die Düse reinigen oder Stützen verwenden.

Sie können auch unterschiedliche Düsendurchmesser in einem Projekt nutzen. Eine kleine Düse druckt feine Details. Eine größere eignet sich für große Flächen. Prüfen Sie vorab, welche zusätzlichen Tools und Einstellungen Ihre Kombination braucht.

AMS 3H: neun Rollen und zwei Trockenplätze

Die mitgelieferte AMS 3H führt Filament zu und bietet Platz für neun Rollen. Zwei Positionen verfügen über einen integrierten Trockner. Laut Bambu Lab erreicht er bis zu 85 °C. Beachten Sie die Trocknungsempfehlung Ihres Filaments. Nicht jede Rolle oder jeder Kunststoff verträgt dieselbe Temperatur.

Feuchtigkeit kann die Druckqualität beeinträchtigen. Sie kann etwa zu ungleichmäßiger Extrusion oder einer weniger sauberen Oberfläche führen. Mit der Trockenfunktion bereiten Sie geeignetes Filament vor. Ein separater Trockner ist dann möglicherweise nicht nötig. Ob das Trocknen während des Drucks funktioniert, hängt vom Material und den Bedingungen ab.

Sie können neun Rollen einsetzen. Das bedeutet nicht, dass die Standardausstattung neun Farben desselben Filamenttyps gleichzeitig unterstützt. Sie enthält acht Tools für 1,75 mm und eines für 2,85 mm. Vergleichen Sie die Rollen und Tools mit Ihrem Projekt.

Laut Bambu Lab ist eine Erweiterung mit einer älteren AMS möglich. Dafür können zusätzliche Anschlüsse und Zubehör nötig sein. Mit einer passenden Erweiterung nennt der Hersteller bis zu 24 Materialien. Prüfen Sie vor der Bestellung, welche Teile Sie benötigen.

Welche Materialien lassen sich kombinieren?

Der H3C unterstützt unter anderem PLA, PETG, ABS und verschiedene technische Filamente. Ob eine Kombination funktioniert, hängt von Ihren Einstellungen, der Bauplatte und der Haftung ab. Der Drucker verarbeitet viele Materialien. Zwei Materialien haften aber nicht immer gut aneinander. Drucken Sie zunächst ein kleines Teststück, wenn die Verbindung stark sein muss.

PLA ist eine leicht zugängliche Wahl für Modelle und Prototypen. PETG eignet sich für viele praktische Teile. ABS und andere technische Materialien erfordern mehr Aufmerksamkeit bei Temperatur und Bedingungen. Laut Bambu Lab erreicht die beheizte Kammer bis zu 65 °C und die Düse bis zu 350 °C. Beachten Sie die Herstellerangaben für jedes Material.

Mit dem speziellen PrintTool verwenden Sie unter anderem 2,85-mm-TPU 75A. Dieses Material ist weich. Damit lässt sich zum Beispiel ein weicher Griff mit einem festen Gehäuse kombinieren. Prüfen Sie vor dem Druck, ob TPU und Zuführweg zusammenpassen.

Stützmaterial kann auch die Nachbearbeitung erleichtern. Das Ergebnis hängt vom Materialpaar und der Position der Stützen ab. Sorgen Sie für gute Belüftung und beachten Sie die Sicherheitshinweise des Drucker- und Filamentherstellers. Das gilt besonders für Materialien, die Dämpfe freisetzen.

Bauvolumen und zusätzliche Funktionen

Das maximale Bauvolumen beträgt 330 × 320 × 325 mm. Das bietet Platz für größere Teile oder mehrere kleine Objekte auf der Bauplatte. Messen Sie Ihr Design vorher aus. Lassen Sie Platz für Stützen oder einen Brim und prüfen Sie die Grenzen der Druckeinstellungen.

Der H3C kalibriert unter anderem Druckbett und PrintTools automatisch. Das reduziert den Vorbereitungsaufwand. Eine gute erste Schicht und passende Einstellungen bleiben dennoch wichtig. Prüfen Sie diese, bevor Sie ein neues Material verwenden.

Bambu Lab bietet außerdem optionale CraftTools für Arbeiten wie Schneiden und Zeichnen an. Sie gehören nicht zum Standardlieferumfang. Prüfen Sie für jedes Zubehör, ob Ihre Anwendung unterstützt wird und welche Teile nötig sind.

Die Combo enthält den Drucker, die AMS 3H, neun PrintTools, eine strukturierte PEI-Bauplatte, Kabel und eine Zubehörbox. Filamentrollen auf Produktbildern sind separat erhältlich. Die aktuellen Produktinformationen nennen Lieferumfang und Verfügbarkeit.

Das folgende Video ist auf Niederländisch.

Für wen eignet sich der H3C?

Der H3C passt zu Ihnen, wenn Sie oft Farben oder Materialien in einem Objekt kombinieren. Ein Produktentwickler kann etwa einen Prototyp mit fester Außenseite und flexiblem Griff herstellen. Maker können mit Oberflächen experimentieren oder leichter entfernbares Stützmaterial wählen. Prüfen Sie zuerst, ob die Materialien zusammenpassen.

Drucken Sie meist nur ein Material und selten eine zweite Farbe? Dann lohnt sich auch der Blick auf einfachere Modelle. Ein umfangreiches Wechselsystem ist eine Investition. Es lohnt sich vor allem, wenn Sie die zusätzlichen Funktionen häufig nutzen. Berücksichtigen Sie Auftragszahl, Materialverbrauch, Nachbearbeitung und Wechselzeit.

Der H2C ist eine Alternative mit Vortek-System. Er hat einen anderen Aufbau und Lieferumfang. Vergleichen Sie H3C und H2C vor Ihrer Entscheidung. Unser Bambu Lab Auswahlleitfaden hilft auch beim Vergleich anderer Modelle. Die H3C Combo kann nachbestellt werden, solange sie nicht auf Lager ist. Die aktuellen Produktinformationen nennen Preis und Verfügbarkeit.

Notieren Sie vor der Wahl die Teile, die Sie am häufigsten herstellen möchten. Halten Sie Größe, Farben und Materialien fest. Berücksichtigen Sie auch die Zeit für Filamentwechsel und das Entfernen von Stützen. Diese Angaben helfen Ihnen zu entscheiden, welches System sich für Ihre Arbeit lohnt. Haben Sie Fragen zu Materialien, Zubehör oder der passenden Ausführung? Kontaktieren Sie unser Team.